APRS-Tracker & APRS-IGATE

APRS-Tracker
 
Auf der Internetseite von DH1NFJ haben wir einen APRS-Tracker Source in BASCOM gefunden. Dafür wurde eine Platine mit einem ATMega8 und TMC3105 entwickelt. Die Software musste nur ein wenig angepasst werden und schon lief der Tracker. Über eine PS2-Buchse, an die eine Serielle GPS-Mouse angeschlossen wird, erhält der Tracker die benötigten GPS-Daten. Diese werden von der Software entsprechend ausgewertet und mit Hilfe des  TCM3105 mit 1200 Baud in PacketRadio gesendet. Zur Zeit arbeiten wir noch an der Software um sie noch flexibler zu gestalten.

Schaltplan

APRS-Tracker

APRS-IGATE
 
Damit die APRS-Daten auch zu einem Server im Internet weitergeleitet werden können, haben wir einen Raspberry PI mit einem TNC2c verbunden. Alle vom TNC2c auf der Frequenz 144,800 MHz empfangenen APRS-Daten können nun zu einem Server im Internet weiter geleitet werden. Das System dient nur zum Empfang, es werden eine Packete über Funk gesendet. Dieser APRS-IGATE arbeitet mit dem Rufzeichen DL0SGK-10. Da wir zur Zeit noch an der Software und Hardware arbeiten, ist dieses System nicht immer in Betrieb. Auf der WEB-Seite http://www.aprs.fi werden die APRS-Daten auf einer Karte angezeigt.

Raspberry PI & TNC2c

Installation von APRX auf einem Raspberry Pi

Nach dem wir in 2013 einen TNC2c mit einem Raspberry PI verbunden hatten um APRS-Daten ins Internet zu senden war es mal wieder an der Zeit zu schauen ob es eine neue APRX Version gab und siehe da es hat sich einiges getan.
Also mal eben das neue Rasbian Jessy aus dem Internet geholt und mit Win32Diskimager auf eine SD-Karte geschrieben.
Da dieses einige Zeit dauert, könnte man nebenbei schon mal in das Manual vom APRX schauen, aber wie es halt so ist, beschäftigt man sich mit anderen Dingen welches sich natürlich später rechen wird weil man sich seiner Sache mal wieder etwas zu sicher ist.
Wenn das Image auf der SD-Karte ist, kann man den Raspberry Pi damit Starten.
Nun braucht man eine Kommunikations Möglichkeit mit dem Raspi, entweder mit Tastatur und Monitor am Raspi oder mit Putty über SSH.
Dieses muss jeder für sich selbst entscheiden.
Wenn man die Verbindung zum Raspi hergestellt hat, würde man nun erstmal den Rasspi entsprechend Updaten und einrichten, aber das spare ich mir weil es im Internat schon auf etlichen Seiten beschrieben wird.
Zunächst brauchen wir das Softwarepaket und dazu geben wir im Terminal

sudo wget http://ham.zmailer.org/oh2mqk/aprx/aprx_2.08.593-1_armhf.deb

ein und anschließend

sudo dpkg -i aprx_2.08.593-1_armhf.deb

Nun ist die Software installiert und wir müssen uns an das konfigurieren machen.
Die erste Frage ist wie soll der TNC mit dem Raspberry verbunden werden?
Dafür hatte ich mir vor einiger Zeit einen Pegelwandler gebaut um den TNC direkt am GPIO-Port anschließen zu können.
Achtung: Der Raspberry Pi verträgt an dem GPIO-Port nur Signale mit maximal 3,3 Volt, das TTL-Signal vom TNC hat aber 5 Voll.
Daher ist hier Vorsicht geboten und die Verbindung darf nur über einen Pegelwandler hergestellt werden.
Um den Seriellen GPIO-Port verwenden zu können, müssen wir ihn zunächst frei bekommen denn er wird vom System belegt.
Per Voreinstellung ist auf der Schnittstelle /dev/ttyAMA0 beim Raspberry Pi eine serielle Login-Konsole konfiguriert.
Deshalb kann man diese Schnittstelle nicht gleich für unser Vorhaben verwenden.
Damit wir die Schnittstelle frei bekommen müssen wir die Datei cmdline.txt editieren.

sudo nano /boot/cmdline.txt

Sie besteht eigentlich nur aus einer Zeile mit diesem Inhalt:
dwc_otg.lpm_enable=0 console=ttyAMA0,115200 console=tty1 root=/dev/mmcblk0p2 rootfstype=ext4 elevator=deadline rootwait
Damit wir ttyAMA0 verwenden könne, muss der Eintrag “console_ttyAMA0,115200“ gelöscht werden.
Nach dem nächsten Neustart des Raspberry Pi steht und dieser Anschluss zur Verfügung.
Jetzt müssen wir unsere Persönlichen Daten in der Datei /etc/aprx.vonf anpassen.

sudo nano /etc/aprx.conf

Diese Datei beinhaltet neben den zu ändernden Parametern auch etliches an erklärungstext, daher bitte genau hinschauen wo etwas angepasst werden muss.
Bei mycall wird das eigene Rufzeichen eingetragen

mycall DL1ZAX-10

und bei myloc der eigene Standort, wer seine Koordinaten nicht kennt, kann auf der Karte von aprs.fi mit der Mouse auf seinen Standort gehen und oben links in der karte die Werte für Latitude und Longitude ablesen. Die Grad zahl und die Minute werden zusammen geschrieben und die Sekunden durch einen Punkt getrennt.

myloc lat 5115.63N lon 00933.60E

Als nächstes wird der APRS-Server angegeben dem man seine gehörten Daten senden möchte.
Wer Daten direkt zu einem Server senden möchte, benötigt einen passcode.
Diesen kann man über die Seite: http://www.apritch.myby.co.uk/uiv32_uiview32.php?lang=german
Beantragen. Er besteht aus einer 5 stelligen Nummer ohne die man von den Servern nicht akzeptiert wird. Server gibt es viele, in der originalen aprx.conf Datei werden die Kontinent spezifischen angegeben oder man sucht sich einen Server aus den Listen die im Internet zur Verfügung stehen aus.
Da es mit dem Server in Leipzig immer gut läuft, wurde dieser ausgewählt.


passcode 54321 < nur eine Beispiel Nummer
server leipzig.aprs2.net
heartbeat-timeout 1m

Nun muss noch das Interface konfiguriert werden. Hierbei kommt es auch wieder darauf an welchen TNC man verwendet.
Hier kommt ein TNC2c mit The Firmware V2.7b zum Einsatz.
Im Handbuch sind einige Beispiele vor den initstring angegeben die aber beim The Firmware V2.7b nicht funktionieren.
Um den TNC mit The Firmware V2.7b in den Kiss-Mode zu bekommen, würde man im Terminal [ESC] @K [RETURN] eingeben.
Daher sieht unsere Eingabe so aus: [RETURN]=x0d \ [ESC]=x1b @K \ [RETURN]=x0d


serial-device /dev/ttyAMA0 9600 8n1 KISS (Serieller GPIO-Port oder)
serial-device /dev/ttyUSB0 19200 8n1 KISS
initstring “\x0d\x1b@K\x0d”
tx-ok false

Jetzt müssen noch die Parameter für die Bake konfiguriert werden.
Wenn man den Rasperry Pi das erstemal zum Testen mit der Software startet, kann man den Parameter cycle-size auf 1m setzen.
Da die Bake nicht gleich beim Programstart gesendet wird, sondern erst nach Ablauf dieser Zeit, muss man eventuell lange warten bis man sieht, ob eine Bake gesendet wurde. Für den laufenden Betrieb empfiehlt sich eine Einstellung von 30 bis 45 Minuten.


beaconmode aprsis
cycle-size 30m
beacon symbol "I&" $myloc comment "Rx-iGate Lohfelden"

Die Datei kann jetzt gespeichert werden und damit ist die Konfiguration abgeschlossen.
Jetzt muss man nur noch dafür sorgen, dass ARPX bei Raspberry Pi Start auch gleich mit gestartet wird.
Dazu editieren wir die Datei /etv/default/aprx

sudo nano /etc/default/aprx

und machen aus dem „no“ in der Zeile startaprx= ein „yes“
Nun noch diese beiden Befehle

sudo update-rc.d aprx defaults 84
sudo /etc/init.d/aprx start

eingeben und APRX wird beim nächsten Start mit gestartet.