Platinen selber ätzen

 
Am Anfang steht das Platinen-Layout :

Das Platinen-Layout wird mit Sprint-Layout erstellt und mit einem Laserdrucker auf normales Papier (80g/m2) gedruckt. Beim Ausdruck ist darauf zu achten, dass das Layout gespiegelt wird.
Anschließend wird die Layout-Vorlage mit Transparent-Spray eingesprüht und mit der bedruckten Seite auf die zu belichtende Platine gelegt. Damit das Layout gut auf der Platine liegt, wird eine Glasscheibe darüber gelegt. Die Belichtungszeit sollte man durch Versuche ermitteln obwohl vom Hersteller der Platinen auch eine Belichtungszeit angegeben wird. Unser Belichtungsgerät besitzt 5 UV-Röhren und es verfügt über eine Zeitschaltuhr wodurch sich die Belichtungszeit vorwählen lässt.

 
Nach dem Belichten muss die Platine entwickelt werden.
Dazu wird die Platine in ein Natriumhydroxid Bad gelegt.
Das Natriumhydroxid Bad wird auf einer Kochplatte etwas erwärmt, 30 bis 40 Grad
Nach ein paar Sekunden sieht man schon, dass sich der Fotolack an den belichteten Stellen auflöst.
Die Platine etwas bewegen damit der Fotolack weggespült wird.
Nach ein paar Minuten sollte die Platine dann fertig Entwickelt sein.

 
Nun kommt die Platine in die Ätzanlage.
Zum Ätzen wird Natriumpersulfat verwendet.
Das Ätzbad wird mit einen Heizung auf 45 bis 50 Grad erwärmt und mit einer kleinen Aquariumpumpe wird Luft eingeblasen, wodurch Bewegung ins Ätzbad kommt und der Ätzvorgang beschleunigt wird.
Je nachdem wie gesättigt das Ätzbad ist, je blauer desto mehr Kupfer befindet sich in der Lösung, ergibt sich die benötigte Zeit für das Ätzen.

Nach dem Ätzen wird die Platine gründlich unter klarem Wasser gespült.

Danach werden die Löcher gebohrt, die Platine gesäubert, dazu wird die Kupferseite auf der sich immer noch der Fotolack befindet mit feinem Schmirgelpapier blank gescheuert und zum Schluss noch mit Anreibesilber versilbert.